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"Der Therapeut muss danach streben, für jeden Patienten eine neue Therapie zu kreieren."

- Irvin D. Yalom -

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"Eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt."

- Laotse -

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"Du kannst die Wellen nicht stoppen, aber du kannst lernen zu surfen."

- Jon Kabat-Zinn -

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"Die Vergangenheit kann man nicht ändern, sich selbst aber schon, für die Zukunft."

- Hans Fallada -

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"Alles wirkliche Leben ist Begegnung."

- Martin Buber -

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Psychotherapie

Was ist Psychotherapie?

Psychotherapie ist ein wissenschaftlich anerkanntes eigenständiges Heilverfahren im Gesundheitsbereich für die Behandlung von psychischen, psychosozialen oder psychosomatisch bedingten Verhaltensstörungen und Leidenszuständen. Das Ziel einer Psychotherapie ist es, seelisches Leid zu heilen oder zu lindern, in Lebenskrisen zu helfen, gestörte Verhaltensweisen und Einstellungen zu ändern und die persönliche Entwicklung und Gesundheit zu fördern. Der therapeutische Prozess findet in der Beziehung zwischen einem Psychotherapeuten/ einer Psychotherapeutin und dem Patienten/ der Patientin statt. Während Psychotherapie generell hauptsächlich im Gespräch stattfindet, unterscheiden sich der therapeutische Prozess und konkrete Ablauf je nach Psychotherapiemethode.

Für mehr Informationen zu Psychotherapie im Allgemein und Psychotherapiemethoden im Speziellen siehe auch

 

Was ist Verhaltenstherapie?

Ich arbeite mit dem Verfahren der Kognitiven Verhaltenstherapie – eine der in Österreich nach dem Psychotherapiegesetz anerkannten Psychotherapiemethoden.

Die moderne Verhaltenstherapie ist eine sehr offene, integrative Therapierichtung. Sie hat sich seit ihren Anfängen kontinuierlich gewandelt und sich dabei stets daran orientiert, möglichst wirksame Behandlungsangebote nach dem aktuellen wissenschaftlichen Stand anzubieten und laufend zu evaluieren und zu verbessern. So gelten heute verhaltenstherapeutische Behandlungsansätze als die wirksamsten Behandlungsmethoden für eine Vielzahl an psychischen Erkrankungen bei einem gleichzeitig relativ geringen zeitlichen und finanziellen Aufwand.

Anders als es der Name „Verhaltenstherapie“ andeutet, steht nicht nur das jeweilige „Problemverhalten“ im Vordergrund, sondern der Mensch wird in seiner Ganzheit wahrgenommen – mit all seinen Gedanken, Gefühlen, Körperempfindungen, Verhaltensweisen, Beziehungen und der Gesamtheit seiner Erfahrungen, eingebunden in ein soziales Netz und eine bestimmte Gesellschaft und Umwelt.

Zentral für den therapeutischen Prozess ist der Aufbau einer tragfähigen Therapiebeziehung – sie ist quasi das Fundament für die gemeinsame Arbeit. Therapeut/-in und Klient/-in sind laut verhaltenstherapeutischem Verständnis gleichberechtigte Partner im Therapieprozess, sodass Transparenz, Offenheit, Vertrauen und gegenseitiger Respekt wesentlich sind. Therapie wird eher als Hilfe zur Selbsthilfe verstanden und soll dem Klienten/ der Klientin ermöglichen, zunehmend autonom und selbstverantwortlich eigene Probleme zu lösen und ein freieres, selbstbestimmteres Leben mit mehr Lebensqualität zu führen. Dies impliziert jedoch auch, dass eingebettet in die kooperative Arbeitsbeziehung zwischen Therapeut/in und Klient/in die aktive Mitarbeit und Eigenverantwortung des Klienten/ der Klientin im Therapieprozess notwendig sind.

Die Therapie wird individuell maßgeschneidert an die jeweiligen Symptome/ Belastungen, Bedürfnisse, Ziele und Präferenzen des Klienten/ der Klientin.

In der anfänglichen diagnostischen Phase wird ausgehend von einer ausführlichen Anamnese (gegebenenfalls ergänzt durch Fragebögen) gemeinsam ein Bedingungsmodell erarbeitet, das die vorliegenden Beschwerden/ Probleme bestmöglich erklären soll. Schon dieses erste Sprechen über belastende Erfahrungen und das damit verbundene Benennen und Strukturieren kann Erleichterung schaffen und ein erster wichtiger Schritt in Richtung Veränderung sein. In der Verhaltenstherapie wird der Blick dabei sowohl auf wichtige biografische Erfahrungen/ die Vergangenheit gerichtet, um jene Faktoren zu identifizieren, die zur Entstehung und Auslösung einer Problematik/ Erkrankung beigetragen haben. Andererseits aber auch auf jene Prozesse, die diese Problematik in der Gegenwart aufrechterhalten; diese spielen meist auch für die Behandlung/ Veränderung eine entscheidende Rolle.

Neben dem Fokus auf Probleme und Schwierigkeiten werden parallel stets auch die Ressourcen, Stärken und Kompetenzen des Klienten/ der Klientin identifiziert, gefördert und für die Behandlung genutzt.

Ausgehend vom vertieften Verständnis der Problematik und dem Bedingungsmodell werden gemeinsam konkrete Therapieziele definiert und ein Behandlungsplan erstellt. Die Ziele und eingesetzten Methoden werden laufend gemeinsam evaluiert und gegebenenfalls verändert.

In der Verhaltenstherapie steht ein großes Repertoire an wirksamen störungsspezifischen wie auch störungsübergreifenden Behandlungsansätzen und konkreten Methoden zur Verfügung, die maßgeschneidert ausgewählt werden. Mittels kognitiver Methoden können z.B. belastende Denkmuster und negative Grundannahmen über sich selbst verändert werden. Mittels Emotionsfokussierter und Schematherapeutischer Ansätze können belastende biografische Erfahrungen aufgearbeitet und gesunde Anteile gefördert werden. Im Rahmen der Behandlung von Angststörungen oder Zwängen können z.B. Konfrontationsverfahren angewandt werden. Zur Gesundheitsförderung können Methoden der Achtsamkeit oder Entspannungsverfahren wie Autogenes Training eingeübt werden.

Es wird davon ausgegangen, dass Einsicht und ein vertieftes Verständnis der Problematik für Veränderung nicht ausreichen, sondern es viel Übung und den Transfer der neu erworbenen Fähigkeiten und des Gelernten in den Alltag braucht. Um dies zu fördern, werden gegebenenfalls gemeinsam „Aufgaben“ für Zuhause überlegt und die diesbezüglichen Erfahrungen reflektiert.

Sind die Therapieziele erreicht, die im Laufe des therapeutischen Prozesses immer wieder evaluiert, gegebenenfalls auch verändert bzw. angepasst werden, wird das Therapieende gemeinsam geplant und vorbereitet. So können z.B. die Intervalle zwischen den Sitzungen immer mehr ausgedehnt werden. Auch nach Therapieende sind weitere Sitzungen, z.B. als „Auffrischungssitzungen“ in größeren Abständen oder bei wieder oder neu auftretenden Schwierigkeiten bzw. anderen Anliegen möglich.

Für weitere Informationen zu Verhaltenstherapie siehe auch Österreichische Gesellschaft für Verhaltenstherapie (ÖGVT): http://www.oegvt.at